Maria Hechensteiner
Orchideenblüten
Mein Weg zum Wunschkind
Überarbeitete Neuausgabe
124 Seiten
Fadengeheftete Broschur
ISBN: 978-88-6069-005-0
Preis: 19 Euro

Hier bestellen ...

Über das Buch

Maria ist 31 Jahre alt, als sie und ihr Mann sich ein Kind wünschen. Doch wegen plötzlich auftretender Unterleibsschmerzen muss sich Maria einer Operation unterziehen. Die Ärzte vermuten Krebs und schließen eine Entfernung ihrer Fortpflanzungsorgane nicht aus. Völlig verzweifelt sieht sie dem Eingriff entgegen. Sie verliert schließlich den linken Eierstock und Eileiter. Ursache: Endometriose, ein weit verbreitetes Frauenleiden.

Da Endometriose die Fruchtbarkeit mindert, wird Maria zu In-Vitro-Fertilisation geraten. Eigentlich stand sie künstlicher Befruchtung immer ablehnend gegenüber; doch ehe sie sich 's versieht, findet sie sich in der Welt der Reproduktionsmedizin wieder. Es ist eine Welt der kinderlosen Paare, der Hormonspritzen und Operationen, eine Welt der Hoffnung und allzu oft auch der Verzweiflung.

Mit großer Zuversicht sieht Maria ihrem ersten IVF-Versuch entgegen. Er scheitert. Darauf nicht vorbereitet, stürzt sie in ein tiefes seelisches Loch. Unsicherheit und Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Behandlung kommen auf. Ein zweiter Versuch scheitert ebenfalls. Enttäuscht und ernüchtert beschließt Maria, eine IVF-Pause einzulegen und mehr auf ihren Körper zu achten.

Nun beginnt eine neue Phase in ihrem Leben: Sie beschäftigt sich mit Naturheilkunde, Homöopathie, besucht eine Märchentherapeutin und sie und ihr Mann „adoptieren“ einen kleinen Hund. Mit diesem unternimmt sie ausgedehnte Spaziergänge in freier Natur, und je weiter sie wandert, desto mehr entfernt sie sich von der Welt der Reproduktionsmedizin.

Wegen der Endometriose steht wieder eine Operation ins Haus. Maria hat den Termin bereits fixiert, doch dann, dann kommt etwas dazwischen ...









Online im Buch blättern ...






Inhaltsverzeichnis

Die Entscheidung 9
Prolaktin 13
Wieder krank 19
Die Zyste 22
Im Day Hospital 27
Dr. A., mein Operateur 33
Die Operation 38
Endometriose 43
IVF 46
Wechseljahre 51
IVF, erster Versuch 56
Der Absturz 62
Warten 70
IVF, zweiter Versuch 76
Alice 89
Wieder operieren? 99
Frauenmantel und andere Zaubermittel 106
Im Märchenland 110
Schwanger! 114
Nachwort 123




Dramaturgischer Aufbau

Die Geschichte gliedert sich in drei Teile. Im ersten gerät die Protagonistin in den Sog der Schulmedizin, gibt die Verantwortung für ihren Körper an die Ärzte ab. Menschlichkeit und Einfühlsvermögen sind in dieser Welt keine Selbstverständlichkeit. Im Mittelpunkt dieses Teils steht das Ringen um die richtige Entscheidung: IVF ja oder nein?

Im dritten Teil ist die Protagonistin mündig geworden. Sie wählt mit Sorgfalt ihre Ärzte aus und entscheidet selbst, was ihr gut tut und was nicht.

Den Übergang vom ersten zum dritten Teil bildet das „Alice-Kapitel“. Es führt gänzlich weg von der Welt der Medizin und lockert damit die Geschichte auf. Es gibt auch einen kleinen Einblick in die Südtiroler Landeskunde. Das Bild der Wandernden steht symbolisch für die Wandlung, Reifung der Protagonistin.

Die Grundstimmung des Buches ist zunächst düster (Angst vor Krebs und Totaloperation) und wird mit jedem Kapitel heller, heiterer. Es fehlt auch nicht an (Selbst-)Ironie. Am Ende schließlich das Happy End.



Buchtitel

Der Titel „Orchideenblüten“ bezieht sich auf ein Bild, das im Text zweimal vorkommt. Die Orchideenblüten werden durch ihre Prächtigkeit zum Symbol für Fruchtbarkeit und Fortpflanzung. Auch das Wort „Orchidee“ verweist in diese Richtung: es stammt aus dem Griechischen „orchis“, was „Hode“ heißt. Der Untertitel „Mein Weg zum Wunschkind“ ist im übertragenen, aber auch im wörtlichen Sinn zu verstehen. Die langen Spaziergänge mit dem Hund, wie sie im 15. Kapitel beschrieben werden, bildeten ohne Zweifel die psychische und körperliche Voraussetzung für die nachträglich eingetretene Schwangerschaft.



Länderspezifika

Die Geschichte spielt in Südtirol/Italien, hätte sich aber genauso gut in Deutschland oder Österreich zutragen können. Die folgende Tabelle zeigt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den gesetzlichen Bestimmungen zur künstlichen Befruchtung zwischen Deutschland, Österreich und Italien, die in diesem Buch vorkommen (in Italien gilt seit Februar 2004 ein neues Gesetz zur künstlichen Befruchtung):

 

  Deutschland Österreich Italien
(neu seit 2004)
Präimplantationsdiagnostik verboten verboten praktiziert verboten
Eizellspende verboten verboten praktiziert verboten
IVF nur für verheiratete Paare? meist Einschränkung auf Ehepaare auch für Paare, die in einem eheähnlichen Verhältnis leben meist Einschränkung auf Ehepaare auch für Paare, die in einem eheähnlichen Verhältnis leben
maximale Zahl der für die Einpflanzung in die Gebärmutter erlaubten Embryonen 3 2 (empfohlen) keine Beschränkung 3
maximale Zahl der von der Krankenkasse bezahlten IVF-Versuche (seit 2004) KK übernimmt 50 % der Kosten bei max. 3 Versuchen KK übernimmt in bestimmten Fällen 70% der Kosten keine Beschränkung ca. 4 - 6

© 2003 2012 Maria Hechensteiner, I-39050 Eppan